Konzertbericht Leipzig 11.3.06

Am Freitag nach Sinas Unterricht sind wir losgedüst in Richtung Leipzig. Nadine und Nicole waren schon seit Donnerstag Nacht bei Jule. Als wir bei Jule ankamen war niemand da. Sina musste aufs Klo und wir kamen nicht rein. Die drei waren in der City und mussten erst wieder zurückkommen…

Wir verbrachten dann einen lustigen Nachmittag bei Jule. Guckten eine DVD von Stilbruch, wo einige von uns den einen aus der Band so hübsch fanden. Abends kochten wir Spaghetti mit Sauce mit ganz vielen Kräutern à la Jule drin.

Danach machten wir uns ein wenig hübsch und fuhren erstmal zum Anker. Auch wenn Jule ja aus Leipzig war, war das gar nicht so einfach den zu finden…Jule kennt sich nämlich nur mit den Bahnen und nicht mit den Straßen aus…

Gegen 22h waren wir dann dort angekommen. Kein Fan da. Hupps, was war das denn?! Da hing ein Zettel. „Kommen gleich wieder.“ Darunter dann eine etwa zehnstellige Liste mit Namen der Fans, die schon da gewesen waren. Wir warteten dann noch eine Weile am Anker auf Freddy, Jules Freundin. Die fand es dann sehr amüsant den Zettel der Faniels ab zu reißen und eine neue Liste anzufertigen, bei der sie auf Platz eins stand. Freddy regte sich nämlich fürchterlich darüber auf, dass auf dem Zettel stand, dass die Leutchen gleich wiederkommen, sie aber während der Dreiviertel Stunde, die wir da waren nirgends zu sehen waren.

Irgendwann machten wir uns dann zu sechst auf den Weg zum Kakadu („Ka – ka – Kakadu!“. Wir hatten eine sehr amüsante Fahrt :-D

Im Kakakdu, einer Karaokebar, suchten wir uns dann erstmal ein paar Titel aus, die wir singen wollten. Unter anderem Daniel mit „Heartbeat“ (ja, super, das Lied und „You drive me crazy“ hatten die in der Liste!), Reinhard Fendrich mit „Weusd’a herz hast wia Bergwerk“, Matthias Reim mit „Verdammt ich lieb Dich“. Nach einer ewiglangen Zeit des Wartens in der urigen Bar mit vielen Mannsweibern wurden dann Nicole und Jule mit Matthias Reim aufgerufen. Wir kamen dadurch in den Genuss der ersten Reihe und feuerten die zwei mächtig an :-D

Als gegen halb zwei immer noch kein weiterer von uns zum Singen aufgerufen wurde, hatten wir die Schnauze voll und gingen. Auf der Straße sahen wir eine Gruppe junger Menschen. Nicole meinte zu Jule, dass der eine von denen so aussieht wie der gut aussehende Typ von der DVD. Jule war das peinlich, sie sagte nur „Psst!“. Hatten wir also wirklich nachts mitten in Leipzig Stilbruch getroffen.

Bevor es nach Hause ging fuhren wir dann noch mal zum Anker, den wir diesmal auch schneller gefunden haben. Diesmal lagen da zwei Wesen in ihren Schlafsäcken davor. Niemand jedoch von der Liste an der Wand. Die zwei waren seit gegen 23h da und hatten auch niemand anderen am Anker getroffen. Wir quatschen noch eine Weile und eine Frau mit ihrem Dalmatiner gesellte sich zu uns. Sie war gerade auch am Anker angekommen, mit ihrem Wohnmobil und wollte mal vorher am Anker gucken, bevor sie sich schlafen legte.

Gegen 4h legten wir uns dann endlich in unsere Betten.

Nach einem leckeren Frühstück machten wir uns am Samstag Mittag dann auf den Weg zum Anker. Das Wetter…ein ganz klein wenig Schnee am Boden. Ging aber. Auf dem Weg zum Anker wurde der Schnee aber immer heftiger. Gegen 14h waren wir dann am Anker angekommen. Der Schnee wollte nicht aufhören und es war verdammt dolle kalt. Die Begrüßung der schon eingetroffenen Faniels ging diesmal also ganz schnell. Ich holte mir noch meine Karte von einem Faniel ab und war glücklich sie endlich bei mir zu haben :-D

Zusammen mit Philipp und Simon gingen wir dann in ihr Hotel in Anker nähe. Dort trafen wir auf Waltraud und machten es uns erstmal in ihrem Zimmer gemütlich. Sina und ich beklebten noch die von Waltraud gespendeten Tombola-Preise. Die anderen wärmten sich auf. Philipp zog sich dann um und kam auf die Idee, dass unser „Friseur“ Simon ihm doch die Haare machen könnte. Das dauerte dann erstmal einige Zeit. Die zwei Kerle unter uns – neben Manu, der als Support-Admin, zum ersten Mal auf ein Daniel-Konzert gehen wollte – gingen also ins Bad und wurden von den neugierigen Mädels umring. Eine Ewigkeit später kam Philipp dann ganz stolz auf seine Haare aus dem Bad.

Wir wollten uns jetzt irgendwo ein Café suchen, weil wir bei dem Wetter wirklich keine Lust hatten an die Halle zu gehen. Philipp wusste nicht so recht, wie er mit seinen tollen Haaren jemals hübsch genug in einem Café ankommen sollte, am Ende klappte es aber.

Wir hatten so ein gemütliches..ja…Café in Nähe des Hotels gefunden. Zwei große Sofarunden und ein überforderter Kellner. Er machte dort alles alleine und war schon etwas in Hektik, als er plötzlich mehrere Pizzen und Sandwiches, Latte Macchiattos und Cocktails machen musste. Aber wir waren ja geduldig, schließlich waren wir wenigstens im Warmen!

JashaMum rief bei Waltraud an und fragte, ob sie was davon wüsste, dass Daniel heute zur ASP kommen will. Sie fragte mich und ich schüttelte den Kopf. Also ich wusste jedenfalls von nichts.

Um kurz vor 18h machten wir uns dann auf den Weg zum Anker. Es hatte die ganze Zeit heftigst geschneit. Ich kam ständig ins Rutschen mit meinen eher „frühlingshaften“ Stiefeln. Straße war nicht mehr zu erkennen. Alles war weiß.

Beim Anker meldeten wir uns beim Personal am Eingang, da mit denen verabredet war, dass wir zur Dekoration der ASP eine halbe Stunde vor Einlass in die ASP-Räume dürfen. Nach einigem hin und her durften wir dann endlich rein. Drin wurden wir vom Anker-Personal wie der letzte Dreck behandelt, das kann man denke ich ruhig so sagen. Wir wurden regelrecht in einen Raum eingesperrt. Wir durften ihn nicht verlassen. Nicht mal zum Toilettengang. Wenn wir eine Frage stellten wurde sie nur nach mehrmaligem Nachfragen beantwortet.

Aber der größte Schock war eigentlich sofort als uns die ASP-Räume gezeigt wurden. Jule hatte mit der Verantwortlichen des Ankers mehrfach gesprochen und uns wurden Sitzplätze für 200 Leute versprochen. Mehrfach hatte die Frau das gesagt. Nun waren wir da in einem Mini-Raum, in dem vielleicht 50 Leute passten. Später würden wir noch das Café gegenüber bekommen. Dort durften wir aber jetzt noch nicht rein, weil dort gerade Daniels Band was gegessen hat. Ich war etwas sauer und verzweifelt zugleich. Wir wollten doch ne tolle ASP machen und nun war nicht Mal Platz für die Hälfte der Faniels, die kommen wollten.

Trotzdem. Wir versuchten das Beste daraus zu machen. Schmückten den Raum. Bauten die Tombola auf.

Als dann der Einlass begonnen hatte, durften wir auch wieder aus unserem Raum raus. Wir suchten dann erstmal die „nette Dame des Ankers“, die uns das alles eingebrockt hatte. Sie ließ sich verleugnen. Tja, wir konnten nun auch nichts mehr an der Tatsache ändern.

Gingen also in die Konzerthalle…quatschen hier und da ein bisschen. Feierten schon mal ein bisschen zur Musik im Hintergrund. Jule beantwortete einem Journalisten einer Leipziger Zeitung ein paar Fragen. Philipp kgab dem Mann eine „Im Endeffekt“ worauf wir ihm von Radio Positive Energie erzählten und ich ihm noch eine Visitenkarte zusteckte.

Irgendwann ging es dann los.

Während „Liebe Nation“ standen wir noch hinten, mittig. Hüpften dann aber nach links außen, weil Jule herausgefunden hatte, dass man von dort ganz toll sehen konnte. Und ja. Wie man das konnte! Ziemlich dicht dran. Daniel schaute uns auch mehrfach an.

Mit Nicoles Wunderkerzen machten wir während der ruhigeren Lieder ein bisschen romantische Stimmung. Ansonsten feierten wir die ganze Zeit, hatten viel Spaß da links außen. Jules Freundin Freddy gefiel das Konzert auch super!

Besonders lustig war der Teil, in dem Daniel sang „Du kannst nicht immer 17 sein…dann kommt der Bart“. Oder als er ein Mädel aus dem Publikum auf die Bühne holen ließ damit sie testen kann, ob sein Bart piekst. Daniel sprach von DSDS, von dem Tokio Hotel-Konzert auf dem er war. Er ließ uns viel mitsingen…wir sangen im Wechsel.

Ich vermisste Tanja. In der Pause kam sie dann endlich! Bei dem Wetter waren die Straßen total zu und sie hatte es erst jetzt nach Leipzig geschafft.

Auch die zweite „Halbzeit“ rockten wir ordentlich. Tauschten Blicke aus. Emotional wurde es dann spätestens bei „Flugzeuge im Bauch“ als Daniel uns bat: „Singt noch einmal für Euren Daniel!“.

Während des Konzertes kündigte Daniel an zur ASP zu kommen. Wir wussten noch immer von nichts und zweifelten ehrlich gesagt auch an, dass das eine gute Idee wäre, wo so schon Platzmangel herrscht. Wenn die Fans Daniel dann in irgendeiner Weise „bedrängen“ oder „sehen wollen“, dann könnte schnell Chaos ausbrechen. Also warteten wir ab.

Bei den Zugaben gingen wir schon nach hinten in der Halle um dann schnell bei den ASP-Räumlichkeiten zu sein. Leider spielte das Anker-Team nicht so mit, wie wir es gerne gehabt hätten. Sie hätten einfach die Fans, die zur ASP wollen durch den einen Ausgang gehen lassen und die anderen durch den anderen. So wurden aber alle durch den Ausgang bei den ASP-Räumen geschleust. Chaos bei der Ausgabe der Namensschilder. Zum Glück halfen mir Nicole, Jule, Nadine, Sina und auch Simon sprang sofort ohne, dass wir ihn gefragt hatten, ein. Außerdem Gu-Zhang, der ich hier noch mal für ihre tolle spontane Hilfe danken möchte! Die Faniels drängelten sich um mich herum. Viele hatten schlechte Laune, moserten rum. Und wer endlich drin war, der drängelte sich drei Minuten später wieder durch, weil er so einen Durst hatte und zur Bar wollte….

Irgendwann waren dann alle drin. Einen Sitzplatz hatte nicht jeder, aber ich denke es ging so. Wir begannen dann mit dem Verkauf der Tombola-Lose. Etwas später, als die Halle aufgeräumt war, wurde sie für uns noch geöffnet. Nun hatten wir noch eine Tanzfläche und ein paar Sitzplätze auf Tischen.

Eigentlich hatte ich die Schnauze total voll von einigen Faniels, die nur mit schlechter Laune auf der ASP waren, weil wir ja alles falsch gemacht hatten. Zu wenig Platz, schlechter Einlass. Menschen, die sich verabschiedeten und sagten, dass sie sich schon auf Passau freuen, wo die ASP ja hoffentlich wieder besser wird. Mir war nach heulen zu mute, oder nach schreien. Sollen solche Menschen bitte das nächste Mal die ASP organisieren! Wir haben versucht das Beste daraus zu machen. Zeit investiert. Eine kostenlose ASP organisiert, die auch noch gleich in der Konzert-Location war. Nächstes Mal sollen die Moserer noch eine halbe Stunde durch die Kälte laufen und 10Euro Eintritt bezahlen. Bitte!

Zu später Stunde ging es mir dann besser. Statt schreien zu gehen ging ich einfach feiern. Tanzte mir die schlechte Laune weg.

Nachts wurde es dann auch noch richtig lustig. Wir machten eine Polonaise, tanzten zusammen mit ein paar Typen vom Anker. Bis kurz vor 5h saßen wir dann noch mit dem Anker-Personal zusammen, die ganz verblüfft waren, von wo wir alle kommen. Außerdem gaben sie zu, dass ihnen Daniels Konzert besser gefallen hat als das Scooter-Konzert vor kurzem im Anker.

Als wir dann um 5h am Auto angekommen waren, war erstmal kratzen angesagt. Das Auto war komplett eingeschneit, eine dicke weiße Schicht drum herum. Mir froren die Finger weg. In Schritttempo trödelten wir durch Leipzig. Standen dann noch wo fest, weil ein Transporter vor uns auf der Straße nicht mehr los kam und die Straße versperrte. Außerdem sahen wir noch ein Taxi, was in ein Schild gecrasht war und abgeschleppt wurde.

Gegen 6h lagen wir dann wohl alle im Bett. Lange konnten wir nicht schlafen, weil wir am Sonntag noch zur Rock-Ausstellung wollten. Wir waren dort noch mit Waltraud, Simon, Hans und Philipp verabredet. Außerdem trafen wir auch noch Mareike, Carolin und „die andere Waltraud“ und andere Faniels. Simon begrüßte uns an der Jukebox mit „Pretty Woman“ und schon feierten wir wieder ein bisschen.

Leider hieß es dann Abschied nehmen…zuerst von den vier Bayern.

Nachdem wir die Ausstellung begutachtet hatten, die wirklich schön gestaltet war, gingen wir 5 noch zum Bahnhof. Dort waren Nadine und Nicole mit Domi verabredet, die sie bis Kassel mitnehmen wollten. Jule war noch mit CSJ und Tochter verabredet. Sina ging es den ganzen Tag schon nicht gut. Sie war müde und fror ganz dolle. Also machten wir uns dann auch auf den Heimweg.

Mal wieder ein tolles Wochenende mit den Mädels und Daniel…und ein Konzert, was so leicht vielleicht nicht übertroffen werden kann! Der neue König von Leipzig hat gerockt!

Danke an Jule für die Herberge und Danke an die ASP-Helfer!

Außerdem auch nochmals lieben Dank an die netten Tombola-Preise-Spender!



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